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Marktkommentar September 2026

Fed und EZB erhöhen die Zinsen, der US-Dollar gewinnt an Stärke – alle vier Strategien schließen den September positiv ab

Der September stand im Zeichen der Geldpolitik: Die US-Notenbank erhöhte erstmals seit 2023 wieder die Zinsen und hob den Zielkorridor auf 3,75–4,00 % an. Auch die Europäische Zentralbank hob ihre Leitzinsen an, der Einlagensatz liegt nun bei 2,50 %, während die Inflation im Euroraum im August bei 3,2 % lag. Gleichzeitig trübte sich die Stimmung im Euroraum ein: Der Wirtschaftsstimmungsindikator sank im September auf 97,9 Punkte. In China bleibt die Lage verhalten: Die Einzelhandelsumsätze stiegen im August um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr, die Anlageinvestitionen gingen von Januar bis August um 7,2 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück, während die Industrieproduktion mit +5,2 % gegenüber dem Vorjahr positiv überraschte.

Die USA zeigten sich erneut robust: Die nominalen Konsumausgaben stiegen im August um 0,9 % gegenüber dem Vormonat. Gleichzeitig bleibt die Inflation hartnäckig, die PCE-Jahresrate lag bei 3,4 %, die Kernrate bei 3,0 %. An den Anleihemärkten erreichte die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen den höchsten Stand seit 2002. Der US-Dollar erholte sich im Monatsverlauf (EUR/USD fiel von 1,159 auf 1,136), während der Yen trotz der Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,25 % schwach blieb, belastet durch die weiterhin hohe Zinsdifferenz zu den USA. Für den Devisenmarkt ergaben sich daraus Verschiebungen zwischen den großen Währungen.

 

Die Makrolage im September

Europa: Der Wirtschaftsstimmungsindikator des Euroraums sank im September auf 97,9 Punkte. Die EZB erhöhte ihren Einlagensatz auf 2,50 %. Die jährliche Inflation im Euroraum betrug im August 3,2 %.

China: Die Einzelhandelsumsätze stiegen im August um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Anlageinvestitionen gingen von Januar bis August um 7,2 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum zurück. Die Industrieproduktion legte im August um 5,2 % gegenüber dem Vorjahr zu.

USA: Die nominalen Konsumausgaben stiegen im August um 0,9 % gegenüber dem Vormonat. Die jährliche PCE-Inflationsrate lag bei 3,4 %, die Kernrate ohne Lebensmittel und Energie bei 3,0 %. Die Fed erhöhte den Zielkorridor für ihren Leitzins auf 3,75–4,00 %. Es war die erste Zinserhöhung seit 2023. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichte den höchsten Stand seit 2002.

Währungen: EUR/USD fiel im Monatsverlauf von 1,159 auf 1,136. Trotz der Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,25 % blieb der Yen gegenüber dem US-Dollar schwach. Die weiterhin hohe Zinsdifferenz zu den USA belastete die japanische Währung.

Insgesamt blieb das Konjunkturbild uneinheitlich. Unterschiedliche Wachstums- und Inflationsentwicklungen sowie geldpolitische Entscheidungen beeinflussen die Zinsdifferenzen und damit auch das Umfeld für den Devisenhandel.

 

Marktüberblick: ausgewählte Märkte und Währungspaare

Die September-Factsheets weisen für ausgewählte Märkte und Währungspaare folgende Veränderungen aus:

Top Performer (ohne Währungen)

Litecoin +35,51 % · Stellar +26,79 % · Brent Oil +8,74 % · Ethereum +7,48 % · RTSI +7,46 % · Bitcoin +5,75 %

Größte Verlierer (ohne Währungen)

US-Weizen −12,90 % · Palladium −12,18 % · Silber −9,57 % · Nasdaq 100 −8,58 % · AMEX Gold Bugs −6,74 % · Gold −6,71 % · BSE Sensex −5,82 %

Währungsgewinner

USDPLN +3,41 % · USDCHF +3,40 % · USDHUF +2,96 % · GBPNZD +2,82 % · USDCAD +2,71 % · EURNZD +2,43 %

Währungsverlierer

NZDJPY −6,22 % · NZDUSD −4,82 % · AUDJPY −4,49 % · NZDSGD −4,35 %

Unter den Währungsgewinnern finden sich mehrere Währungspaare mit dem US-Dollar als Basiswährung. Das passt zur Erholung des Dollars im Monatsverlauf. Die positiven Veränderungen von GBPNZD und EURNZD sowie die negativen Veränderungen von NZDJPY, NZDUSD und NZDSGD zeigen eine Schwäche des Neuseeland-Dollars gegenüber diesen Währungen. Bei den Rohstoffen verloren unter anderem Silber, Gold, Palladium und US-Weizen, während Brent Oil zulegte.

Die Veränderungen der Währungspaare sind keine Angaben zum Ergebnis einzelner Handelspositionen. Aus ihnen allein lässt sich kein Beitrag zur Strategieperformance ableiten.

 

📈 Strategie-Performance – September 2026

Guardian

+3,25 % | YTD 2026: +41,98 % | 12 Monate: +72,90 % | Seit Auflage: +161,09 %
Strategisches Renditeziel: 8–10 % p.a.

Guardian ist die breit diversifizierte Basisstrategie innerhalb der 1000FTAD-Familie und über zahlreiche Währungspaare gestreut. Mit +3,25 % schloss die Strategie auch den September positiv ab; seit Jahresbeginn beträgt die Wertentwicklung +41,98 %. Das Exposure liegt bei 32,53 % des Vermögens, der übrige Teil ist Cash. Die bisher erzielten Ergebnisse sind historisch einzuordnen und lassen keinen Rückschluss auf künftig zu erwartende Renditen zu; das strategische Ziel bleibt unverändert.

Sentinel

+4,28 % | YTD 2026: +54,13 % | 12 Monate: +88,54 % | Seit Auflage: +293,75 %
Strategisches Renditeziel: 20–30 % p.a.

Sentinel verfolgt gegenüber Guardian ein höheres strategisches Renditeziel von 20–30 % p.a. Mit +4,28 % erzielte die Strategie im September erneut eine positive Wertentwicklung; seit Jahresbeginn liegt sie bei +54,13 %. Das Exposure beträgt 38,99 % des Vermögens. Wie bei allen Strategien gilt: Die bisherigen Ergebnisse erlauben keine Aussage über künftige Erträge.

Vanguard

+7,81 % | YTD 2026: +82,80 % | 12 Monate: +144,99 % | Seit Auflage: +264,66 %
Strategisches Renditeziel: 35–50 % p.a.

Vanguard kann als die chancenorientierteste der drei bereits länger bestehenden Strategien eingeordnet werden, mit einem entsprechend höheren strategischen Renditeziel von 35–50 % p.a. und einer höheren Risikoklasse als Guardian und Sentinel. Das Exposure ist mit 73,19 % des Vermögens der höchste investierte Anteil der drei etablierten Strategien. Auch die bisherige Wertentwicklung von Vanguard (September: +7,81 %) lässt sich ausschließlich rückblickend beurteilen und begründet keine Erwartung für künftige Zeiträume.

Pretorian

Pretorian ist seit August Teil unserer Strategiefamilie und an die Stelle von Venture getreten. Die Strategie ergänzt die bestehenden Ansätze um eine stärker konzentrierte Ausrichtung.

September 2026: +6,42 % · August 2026: +13,17 % · Start der Allokation: 01.08.2026
Strategisches Renditeziel: über 50 % p.a.

Pretorian verfolgt ein konzentriertes Portfolio aus wenigen, gezielt ausgewählten und strategisch gewichteten Währungspaaren. Damit unterscheidet sich der Ansatz strukturell von den breiter gestreuten Strategien Guardian, Sentinel und Vanguard.

Da die Allokation erst zum 1. August 2026 gestartet ist, liegen bislang lediglich zwei Handelsmonate vor. Die Wertentwicklung stellt daher weiterhin nur eine Momentaufnahme dar. Für belastbare Aussagen über die langfristige Performance, Konstanz oder das Risikoprofil ist die bisherige Historie noch zu kurz. Volatilität und Sharpe Ratio liegen noch nicht vor. Auch die grafische Darstellung der historischen Wertentwicklung erfolgt im Factsheet erst, sobald eine vollständige Performancehistorie von mindestens zwölf Monaten vorliegt.

Die Renditeziele sind jährliche strategische Zielsetzungen und keine Zusicherung. Monats- und Zwischenwerte sind nicht unmittelbar mit diesen Jahreszielen vergleichbar. Historische Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.


Zu den Factsheets

 

Strategische Einordnung

Mit Guardian, Sentinel, Vanguard und dem neuen Pretorian umfasst die 1000FTAD-Strategiefamilie weiterhin vier unterschiedlich ausgerichtete Strategien mit verschiedenen Renditezielen und Anlageprofilen:

  • Guardian – breit diversifizierte Basisstrategie, strategisches Renditeziel 8–10 % p.a.
  • Sentinel – Strategie mit höherem Renditeziel von 20–30 % p.a.
  • Vanguard – chancenorientierte, bereits länger etablierte Strategie mit Renditeziel 35–50 % p.a.
  • Pretorian – neue, stärker konzentrierte Strategie mit Renditeziel über 50 % p.a. und bislang sehr kurzer Historie.

 

Alle vier Strategien basieren auf dem double-GRID-and-smooth-submartingale-Handelsansatz der 1000FTAD Software und arbeiten mit systematischen Hedging-Mechanismen. Die Unterschiede zwischen den Strategien liegen insbesondere in der Auswahl, Gewichtung und Konzentration der jeweils gehandelten Währungspaare.

 

Portfolio-Positionierung

Bei Guardian, Sentinel und Vanguard bleibt EURJPY die jeweils größte Einzelposition (Guardian: 18,3259 %, Sentinel: 15,9519 %, Vanguard: 24,2272 % Exposure). AUDNZD folgt bei allen drei Strategien an zweiter Stelle (Guardian: 9,8590 %, Sentinel: 9,0590 %, Vanguard: 21,6106 %), während weitere Schwerpunkte – etwa CHFSGD, USDCHF oder EURAUD – je nach Strategie unterschiedlich ausgeprägt sind. Der investierte Anteil (CFDs) liegt bei Guardian bei 32,53 %, bei Sentinel bei 38,99 % und bei Vanguard bei 73,19 %; der übrige Teil wird jeweils in Cash gehalten.

Bei Pretorian ist die Struktur deutlich konzentrierter: Das Factsheet weist 81 Positionen aus, gegenüber 316 bei Guardian und jeweils 325 bei Sentinel und Vanguard. Die größte Position ist USDCHF mit 57,8622 % Exposure, gefolgt von AUDNZD (7,0492 %), EURJPY (3,5433 %) und GBPAUD (0,5530 %). Insgesamt entfallen 69,01 % des Vermögens auf CFDs, während 30,99 % in Cash gehalten werden. Bewegungen einzelner Währungspaare können bei einer solchen Struktur stärker auf das Ergebnis wirken. Aus dem positiven Septemberverlauf von USDCHF (+3,40 %) lässt sich jedoch ohne Angaben zu Handelsrichtung, Einstiegszeitpunkten und Absicherung kein konkreter Performancebeitrag ableiten. Die Angaben beschreiben eine Momentaufnahme zum Berichtsstand; Positionen und Gewichtungen können sich verändern.

 

Fazit

Der September 2026 stand im Zeichen geldpolitischer Straffung: Fed und EZB erhöhten die Zinsen, die Renditen am langen Ende stiegen auf Mehrjahreshochs, der US-Dollar erholte sich, und der Yen blieb trotz einer Zinserhöhung der Bank of Japan schwach. Zugleich bleibt das Konjunkturbild uneinheitlich, mit eingetrübter Stimmung in Europa, gebremster Dynamik in China und einem robusten, zugleich inflationsgeprägten US-Umfeld. Vor diesem Hintergrund schlossen alle vier 1000FTAD-Strategien den September positiv ab. Pretorian hat nach dem Start im August nun zwei Handelsmonate vorzuweisen; eine längerfristige Einordnung ist weiterhin erst mit einer längeren Handelshistorie möglich. Wie bei allen unseren Strategien gilt: Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Die vollständigen Kennzahlen zu allen vier Strategien finden Sie in den jeweiligen aktuellen Factsheets. Für weiterführende Informationen oder ein persönliches Gespräch steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung.


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