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Währungspaarauswahl: Warum diese 10 Paare?

Nicht jedes Währungspaar eignet sich für systematischen Handel. Die Auswahl der richtigen Paare ist eine der grundlegendsten – und am häufigsten unterschätzten – Entscheidungen beim Aufbau einer regelbasierten FX-Strategie. Ein falsches Paar kann eine an sich solide Strategie zum Scheitern bringen – nicht, weil die Logik falsch ist, sondern weil das Marktumfeld des Paares die Strategie strukturell benachteiligt.

 

Warum Paarauswahl wichtiger ist als die meisten denken

Viele Investoren und sogar viele Händler konzentrieren sich bei der Bewertung einer FX-Strategie auf die Handelslogik: Wann wird gekauft, wann verkauft, wie werden Gewinne gesichert? Das sind wichtige Fragen. Aber sie sind zweitrangig gegenüber einer fundamentaleren Frage: In welchem Markt wird gehandelt?

Eine einfache Analogie: Ein ausgezeichneter Tennisspieler wird auf einem schlecht gepflegten Sandplatz mit unregelmäßigem Untergrund schlechter abschneiden als auf einem perfekt präparierten Hartplatz. Seine Technik ist dieselbe – aber das Umfeld benachteiligt ihn strukturell. Dasselbe gilt für Handelsstrategien: Die beste Logik funktioniert nur dann zuverlässig, wenn das Marktumfeld die Grundvoraussetzungen erfüllt.

1000FTAD AG hat die Paarauswahl nach drei klaren Kriterien strukturiert: Liquidität, Markttiefe und Korrelationslogik. Jedes Kriterium adressiert eine andere strukturelle Schwachstelle, die eine Strategie untergraben kann.

Kriterium 1: Liquidität – die unsichtbare Kostenquelle

Liquidität ist die Grundvoraussetzung für jeden systematischen Handelsansatz – und gleichzeitig die am häufigsten unterschätzte Kostenquelle.

In einem liquiden Markt ist der Spread – also die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis – eng. Bei EUR/USD liegt er typischerweise bei 0,1 bis 0,3 Pips. Bei einem exotischen Paar wie USD/TRY kann er 10 bis 30 Pips oder mehr betragen. Das klingt abstrakt – hat aber konkrete Auswirkungen: Jeder Trade beginnt mit einem Verlust in Höhe des Spreads. Je enger der Spread, desto kleiner der strukturelle Nachteil.

Für eine Strategie, die viele Trades ausführt, summiert sich dieser Unterschied zu einem massiven Kostenfaktor. Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Eine Strategie führt 500 Trades pro Jahr aus. Bei einem durchschnittlichen Spread von 0,2 Pips (EUR/USD) entstehen Spreadkosten von 100 Pips. Bei einem durchschnittlichen Spread von 15 Pips (exotisches Paar) entstehen Spreadkosten von 7.500 Pips – das 75-fache. Eine Strategie, die bei EUR/USD profitabel ist, kann bei einem exotischen Paar allein durch die Spreadkosten unrentabel werden.

Nur hochliquide Paare kommen in Frage. Paare wie EUR/USD, USD/CHF oder GBP/USD gehören zu den meistgehandelten Märkten der Welt – mit engen Spreads, zuverlässiger Ausführung und tiefen Märkten, die auch größere Volumina ohne Slippage absorbieren.

Kriterium 2: Markttiefe – Ausführungsqualität unter Stress

Markttiefe und Liquidität werden oft verwechselt – sie beschreiben aber unterschiedliche Eigenschaften eines Marktes.

Liquidität beschreibt, wie einfach es ist, eine Position zu einem fairen Preis zu eröffnen oder zu schließen. Markttiefe beschreibt, wie viel Volumen der Markt absorbieren kann, ohne dass der Preis signifikant bewegt wird. Ein Markt kann oberflächlich liquide sein – viele Transaktionen, enge Spreads – aber trotzdem eine geringe Tiefe haben, wenn große Orders den Preis stark bewegen.

Für regelbasierte Strategien ist Markttiefe besonders in zwei Situationen kritisch:

Situation 1: Gleichzeitige Ausführung mehrerer Orders

Ein vollautomatisiertes System kann gleichzeitig in mehreren Paaren Positionen eröffnen oder schließen. Wenn der Markt nicht tief genug ist, bewegt das System durch seine eigenen Orders den Preis – und schädigt damit seine eigene Ausführungsqualität.

Situation 2: Stressphasen und Marktöffnung

In den ersten Minuten nach wichtigen Nachrichten oder Zentralbankentscheidungen kann die Markttiefe kurzfristig stark abnehmen – auch in normalen Paaren. In schwachen Märkten kann sie vollständig zusammenbrechen. Orders werden dann zu deutlich schlechteren Preisen ausgeführt als erwartet – ein Effekt, der als Slippage bekannt ist und Strategien erheblich belasten kann.

1000FTAD AG wählt ausschließlich Paare, die auch unter Stress eine ausreichende Markttiefe aufweisen – sodass die Ausführungsqualität konsistent bleibt, unabhängig vom Marktumfeld.

 

Kriterium 3: Korrelationslogik – das wichtigste und am meisten übersehene Kriterium

Korrelation ist das Konzept, das die meisten Investoren kennen – aber nur wenige wirklich in ihren Konsequenzen verstehen.

Zwei Währungspaare sind positiv korreliert, wenn sie sich tendenziell in dieselbe Richtung bewegen. EUR/USD und GBP/USD sind stark positiv korreliert: Beide reagieren auf USD-Stärke oder -Schwäche in ähnlicher Weise. AUD/USD und NZD/USD sind ebenfalls stark korreliert: Beide werden von Risk-on/Risk-off-Bewegungen und Rohstoffpreisen getrieben.

Was bedeutet das für eine Strategie, die beide Paare handelt? Wenn der Dollar stark wird, verlieren beide Positionen gleichzeitig. Das Risiko ist nicht diversifiziert – es ist konzentriert. Wer EUR/USD, GBP/USD und AUD/USD gleichzeitig handelt, hat effektiv dreimal dieselbe Position.

1000FTAD AG strukturiert die Paarauswahl so, dass die ausgewählten Paare unterschiedliche primäre Treiber haben:

  • EUR/USD: Primär getrieben von Fed/EZB-Divergenz und Eurozone-Wirtschaftsdaten
  • USD/CHF: Primär getrieben von Risk-off-Bewegungen und SNB-Politik
  • GBP/USD: Primär getrieben von britischen Wirtschaftsdaten und BoE-Politik
  • USD/JPY: Primär getrieben von US-Zinsen und japanischer Geldpolitik (BoJ)

 

Die Überschneidungen existieren – alle vier Paare reagieren auf USD-Bewegungen. Aber die sekundären Treiber sind unterschiedlich genug, dass sie nicht alle gleichzeitig in dieselbe Richtung laufen. Das hält das Gesamtrisiko des Portfolios kontrollierbar.

Das am häufigsten übersehene Kriterium: Wer zehn Währungspaare handelt, die alle positiv korreliert sind, handelt effektiv dasselbe Risiko zehnfach. 1000FTAD AG achtet darauf, dass die ausgewählten Paare unterschiedliche Treiber haben – das hält das Gesamtrisiko kontrollierbar, ohne die Anzahl der Handelsgelegenheiten zu reduzieren.

Was das für Investoren in der Praxis bedeutet

Die Kombination aus Liquidität, Markttiefe und Korrelationslogik ergibt ein Portfolio von Währungspaaren, das drei Eigenschaften vereint, die selten gemeinsam auftreten:

  • Breite Diversifikation: Verschiedene Treiber, verschiedene Marktumfelder, verschiedene Reaktionsmuster
  • Niedrige strukturelle Kosten: Enge Spreads, zuverlässige Ausführung, kein Slippage-Problem
  • Kontrolliertes Korrelationsrisiko: Keine unkontrollierte Risikokonzentration durch hochkorrelierte Paare

 

Der Unterschied zwischen einer durchdachten und einer zufälligen Paarauswahl zeigt sich nicht in ruhigen Marktphasen. Er zeigt sich genau dann, wenn Liquidität unter Stress gerät, wenn Spreads sich ausweiten, wenn Korrelationen plötzlich auf eins springen – weil alle Marktteilnehmer gleichzeitig in dieselbe Richtung fliehen.

In diesen Momenten ist eine durchdachte Paarauswahl kein Komfort – sie ist ein struktureller Schutz.

 
Keine Anlageberatung. Investitionen in FX-Strategien sind mit erheblichen Risiken verbunden, einschließlich des Risikos eines Totalverlusts. Die konkrete Zusammensetzung der gehandelten Währungspaare kann sich im Zeitverlauf ändern.
Das Bild zeigt das 1000FTAD Logo. 1000FTAD steht für 1000 fabulous trades a day.

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