Powered by FX Pricing

Position-Sizing: Die vergessene Kunst, die über Erfolg oder Ruin im Währungshandel entscheidet

Der 67%-Win-Rate-Trader, der trotzdem bankrott ging

Ein Family Office in Zürich stellte 2018 einen erfahrenen Forex-Trader ein. Seine Credentials waren beeindruckend:

  • 15 Jahre Trading-Erfahrung
  • Win-Rate: 67% (dokumentiert über 500 Trades)
  • Durchschnittlicher Gewinn pro Trade: 45 Pips
  • Durchschnittlicher Verlust pro Trade: 38 Pips

Das Management war begeistert. Sie gaben ihm 10 Millionen EUR Startkapital.

Nach 14 Monaten: Verlust von 8,2 Millionen EUR.

Was war passiert? Der Trader hatte brillante Entries. Seine Analyse war präzise. Seine Win-Rate blieb konstant bei 65-68%.

Aber sein Position-Sizing war katastrophal.

Bei Trades, die er als „sehr sicher“ einstufte (subjektive Einschätzung), erhöhte er die Position-Size auf 8-12% des Kapitals. Bei „normalen“ Trades nur 1-2%.

Das Problem:

Seine „sehr sicheren“ Trades hatten tatsächlich nur 58% Win-Rate (niedriger als seine „normalen“ Trades mit 72%). Aber die größeren Positionen bei den „sicheren“ Trades führten zu überproportionalen Verlusten.

Die Mathematik des Ruins:

  • 3 große Verluste à 10% = -30% Kapital
  • Um von -30% zurückzukommen, brauchen Sie +43% Return
  • Bei 2% monatlicher Performance: 18 Monate Recovery-Zeit
  • In dieser Zeit: 2 weitere große Drawdowns → Death Spiral

Das ist kein Einzelfall. Studien zeigen: 70% aller Trading-Verluste entstehen durch falsches Position-Sizing, nicht durch schlechte Entries.

In diesem Artikel lernen Sie die fünf professionellen Position-Sizing-Methoden, warum Position-Sizing wichtiger ist als Entry-Timing, und wie automatisierte Forex-Strategien für CEOs systematisches Kapitalmanagement im Devisenhandel implementieren.

Warum Position-Sizing wichtiger ist als Entry-Timing

Die kontraintuitive Wahrheit über Trading-Erfolg

Was Amateur-Trader denken macht den Unterschied:

  • Bessere Indikatoren
  • Präzisere Entry-Signale
  • Schnellere Reaktion auf News
  • Komplexere Algorithmen

Was tatsächlich den Unterschied macht:

  • Wie viel Kapital riskieren Sie pro Trade?
  • Passen Sie Position-Size an Markt-Volatilität an?
  • Haben Sie ein mathematisches Framework statt „Bauchgefühl“?

Der mathematische Beweis: Zwei Trader im Vergleich

Trader A: Perfektes Timing, schlechtes Sizing

Metrik

Wert

Win-Rate

75% (exzellent!)

Avg. Win

50 Pips

Avg. Loss

40 Pips

Position-Sizing

Fixed 5% pro Trade

Performance über 100 Trades:

  • 75 Gewinne × 50 Pips × 5% = +187,5%
  • 25 Verluste × 40 Pips × 5% = -50%
  • Netto-Return: +137,5%

Klingt gut? Schauen wir auf Max-Drawdown:

Bei 5% pro Trade und 25 Verlusten (die in Clustern kommen):

  • Worst-Case: 7 Verluste in Folge = -35% Drawdown
  • Nach -35%: Brauchen Sie +54% für Recovery
  • Psychological Pain → System-Abandonment

Trader B: Durchschnittliches Timing, professionelles Sizing

Metrik

Wert

Win-Rate

55% (durchschnittlich)

Avg. Win

50 Pips

Avg. Loss

40 Pips

Position-Sizing

ATR-adjusted, 1-2% Risk

Performance über 100 Trades:

  • 55 Gewinne × 50 Pips × 1,8% (avg) = +49,5%
  • 45 Verluste × 40 Pips × 1,8% = -32,4%
  • Netto-Return: +17,1%

Niedriger Return als Trader A? Ja. Aber:

  • Max-Drawdown: 12% (statt 35%)
  • Recovery-Time: 8 Trades (statt 30+ Trades)
  • Psychological Survivability: Hoch
  • Compound-Effect über Jahre: Überlegen

Nach 3 Jahren:

  • Trader A: 2 große Drawdowns → System-Hopping → inkonsistente Returns → Netto +12% p.a.
  • Trader B: Konsistente 17% → Compounding → Netto +17% p.a.

Resultat: Trader B endet mit 60% mehr Kapital – trotz schlechterer Win-Rate.

Für Forex-Software für Vermögensverwalter bedeutet das:

Position-Sizing-Algorithmen sind wichtiger als Entry-Signal-Optimierung. Top-Systeme investieren 70% der Entwicklungszeit in Risk-Management, nur 30% in Signal-Generierung.

Die fünf professionellen Position-Sizing-Methoden

Methode 1 – Fixed-Fractional: Die Basis aller Systeme

Was es ist:

Sie riskieren einen festen Prozentsatz Ihres Kapitals pro Trade.

Formel:

Position-Size = (Konto-Kapital × Risk%) / (Entry – Stop-Loss in Pips × Pip-Value)

Beispiel:

  • Konto: 100.000 EUR
  • Risk-Tolerance: 2%
  • Trade: Long EUR/USD bei 1,1800, Stop bei 1,1750 (50 Pips)
  • Pip-Value bei 1 Lot: 10 EUR

Berechnung:

Position-Size = (100.000 × 0,02) / (50 × 10) = 2.000 / 500 = 4 Lots

Kritisch: Bei jedem Trade verlieren Sie maximal 2.000 EUR (2%), egal welches Paar, welche Volatilität.

Vorteile:

✓ Einfach zu implementieren ✓ Schützt vor Ruin (Kelly-Criterion-kompatibel bei <2,5%) ✓ Adaptiv: Wächst mit Konto, schrumpft nach Verlusten

Nachteile:

✗ Ignoriert Markt-Volatilität (50 Pips in Low-Vol vs. High-Vol sind unterschiedlich riskant) ✗ Keine Anpassung an Trade-Quality ✗ Kann zu aggressiv sein bei volatilen Paaren

Best-Practice für Devisenhandel für Family Offices:

  • Konservativ: 1% Risk
  • Moderat: 1,5% Risk
  • Aggressiv: 2% Risk (institutionelles Maximum)

Niemals >2,5% – ab diesem Level steigt Ruin-Wahrscheinlichkeit exponentiell.

Methode 2 – Kelly-Criterion: Die mathematisch optimale Methode

Was es ist:

Eine Formel, die die mathematisch optimale Position-Size basierend auf Win-Rate und Win/Loss-Ratio berechnet.

Formel:

Kelly % = W – [(1 – W) / R]

W = Win-Rate (als Dezimal, z.B. 0,60)

R = Win/Loss-Ratio (Avg-Win / Avg-Loss)

Beispiel:

Ihre Strategie hat:

  • Win-Rate: 60% (W = 0,60)
  • Avg-Win: 50 Pips
  • Avg-Loss: 40 Pips
  • Win/Loss-Ratio: 50/40 = 1,25 (R = 1,25)

Berechnung:

Kelly % = 0,60 – [(1 – 0,60) / 1,25]
Kelly % = 0,60 – [0,40 / 1,25]
Kelly % = 0,60 – 0,32
Kelly % = 0,28 = 28%

28% pro Trade?! Das ist Wahnsinn.

Richtig. Deshalb nutzt niemand „Full Kelly“.

Half-Kelly (Standard bei institutionellen Tradern):

28% / 2 = 14% pro Trade

Quarter-Kelly (konservativ):

28% / 4 = 7% pro Trade

Vorteile:

✓ Mathematisch optimal für langfristiges Kapitalwachstum ✓ Balanciert Risk vs. Reward basierend auf tatsächlicher Edge ✓ Verhindert Over-Betting (wenn Edge gering, empfiehlt Kelly kleine Sizes)

Nachteile:

✗ Extrem sensitiv auf Input-Parameter (kleine Fehler in Win-Rate-Schätzung → massive Fehlpositionierung) ✗Full-Kelly führt zu 50%+ Drawdowns (psychologisch untragbar) ✗ Setzt stabile Win-Rate voraus (aber Märkte ändern sich)

Real-World-Anwendung für Forex-Algorithmus für Vermögensverwalter:

Schritt 1: Berechne Kelly basierend auf letzten 100 Trades Schritt 2: Nutze Quarter-Kelly (1/4 des Ergebnisses) Schritt 3: Cappe bei Maximum 2,5%

Beispiel:

  • Kelly sagt: 20%
  • Quarter-Kelly: 5%
  • Aber: Cap bei 2,5% → Sie nutzen 2,5%

Safety-First.

Methode 3 – ATR-basiert: Volatilitäts-Adjustierung

Problem mit Fixed-Fractional:

50 Pips Stop bei EUR/USD in Low-Vol (ATR 60 Pips) ist anders als 50 Pips bei High-Vol (ATR 120 Pips).

Lösung: ATR-basiertes Sizing

Formel:

Position-Size = (Konto × Risk%) / (ATR-Multiple × ATR × Pip-Value)

Beispiel:

  • Konto: 100.000 EUR
  • Risk: 2%
  • EUR/USD: ATR(14) = 80 Pips
  • ATR-Multiple: 2× (Stop-Loss bei 2× ATR = 160 Pips)
  • Pip-Value: 10 EUR

Berechnung:

Position-Size = (100.000 × 0,02) / (2 × 80 × 10)
Position-Size = 2.000 / 1.600
Position-Size = 1,25 Lots

Vergleich zu Fixed-Fractional mit 50-Pip-Stop:

Fixed-Fractional würde 4 Lots nutzen (siehe oben). ATR-basiert nur 1,25 Lots.

Warum?

Weil ATR-Methode versteht: Bei 80-Pip-ATR ist 160-Pip-Stop „normal“. Bei Fixed mit 50-Pip-Stop riskieren Sie, dass normale Volatilität Sie ausstoppt.

Vorteile:

✓ Passt automatisch an Markt-Volatilität an ✓ Größere Positionen bei Low-Vol, kleinere bei High-Vol ✓ Vermeidet „gestoppt werden durch Noise“

Nachteile:

✗ Komplexer zu berechnen ✗ ATR-Period muss gewählt werden (14? 20? 50?) ✗ Bei extremer Volatilität werden Positions sehr klein (missed opportunities)

Best-Practice für Premium-Forex-Software:

Hybrid-Approach:

  1. Berechne ATR-based Size
  2. Berechne Fixed-Fractional Size
  3. Nutze das KLEINERE der beiden

Beispiel:

  • ATR-based: 1,25 Lots
  • Fixed-Fractional (2%, 50-Pip-Stop): 4 Lots
  • Wähle: 1,25 Lots (konservativer)

Methode 4 – Volatility-Percentile-Adjusted

Das Problem mit ATR-basiert:

ATR passt nur an absolute Volatilität an, nicht an relative Volatilität.

Beispiel:

  • EUR/USD: Aktuelle ATR 80 Pips, historisches Median 70 Pips → 14% über Median
  • GBP/USD: Aktuelle ATR 120 Pips, historisches Median 95 Pips → 26% über Median

GBP/USD ist relativ volatiler (26% vs. 14% über normal), aber ATR-Methode sieht nur absolute Zahlen.

Lösung: Volatility-Percentile-Adjustment

Formel:

Adjusted-Risk% = Base-Risk% × (1 – Volatility-Percentile-Factor)

Volatility-Percentile-Factor = (Current-ATR-Percentile – 50) / 100

Beispiel:

  • Base-Risk: 2%
  • Current ATR ist im 75. Perzentil (höher als 75% der historischen Werte)
  • Factor = (75 – 50) / 100 = 0,25

Adjusted-Risk% = 2% × (1 – 0,25) = 1,5%

Wenn ATR im 90. Perzentil (extrem hoch):

  • Factor = (90 – 50) / 100 = 0,40
  • Adjusted-Risk = 2% × (1 – 0,40) = 1,2%

Wenn ATR im 30. Perzentil (niedrig):

  • Factor = (30 – 50) / 100 = -0,20
  • Adjusted-Risk = 2% × (1 + 0,20) = 2,4%

Vorteile:

✓ Berücksichtigt relative Volatilität, nicht nur absolute ✓ Automatische Reduktion bei Volatilitäts-Spikes ✓ Automatische Erhöhung bei Volatilitäts-Compression

Nachteile:

✗ Benötigt lange historische Volatilitäts-Daten ✗ Komplexe Berechnung ✗ Kann zu konservativ sein (verpassen Opportunities bei High-Vol)

Für automatisierte Devisenhandelsstrategien:

Diese Methode ist ideal für systematische Trader. Erfordert aber robuste Datenbank mit historischen ATR-Werten über 5-10 Jahre.

Methode 5 – Correlation-Adjusted Position-Sizing

Das übersehene Risiko: Korrelierte Positionen

Szenario:

Sie sind:

  • Long EUR/USD (Position: 3 Lots)
  • Long GBP/USD (Position: 3 Lots)

Ihr Risiko pro Trade: 2% → Total 4%? Nein.

EUR/USD und GBP/USD korrelieren bei +0,85. Wenn Dollar stark wird, verlieren BEIDE Positionen gleichzeitig.

Effektives Risiko: ~7% (nicht 4%)

Lösung: Correlation-Adjusted Sizing

Formel (vereinfacht):

Effective-Risk = √(Risk1² + Risk2² + 2 × Risk1 × Risk2 × Correlation)

Beispiel:

  • Risk1 (EUR/USD): 2%
  • Risk2 (GBP/USD): 2%
  • Correlation: 0,85

Effective-Risk = √(0,02² + 0,02² + 2 × 0,02 × 0,02 × 0,85)
Effective-Risk = √(0,0004 + 0,0004 + 0,00068)
Effective-Risk = √0,00148 = 0,0385 = 3,85%

Fast doppelt so viel wie die 2% die Sie dachten!

Anpassung:

Wenn Sie max. 3% Gesamt-Risk wollen:

  • Reduziere beide Positionen um Faktor 3% / 3,85% = 0,78
  • Neue Position-Sizes: 3 Lots × 0,78 = 2,34 Lots jeweils

Vorteile:

✓ Verhindert „verstecktes“ Risiko durch Korrelationen ✓ Kritisch für Multi-Pair-Portfolios ✓ Schützt bei Dollar-Stärke/Schwäche-Events (alle USD-Pairs bewegen sich gleichzeitig)

Nachteile:

✗ Sehr komplex zu berechnen (bei 5 Pairs: 10 Korrelations-Pairs) ✗ Korrelationen ändern sich (2018: EUR/GBP +0,85, 2020: +0,72) ✗ Reduziert Positions-Sizes deutlich (weniger Profit-Potential)

Für Forex-Portfolio-Management:

Unverzichtbar ab 3+ simultanen Positionen. High-End-Trading-Software sollte Korrelations-Matrix automatisch updaten und Position-Sizes adjustieren.

Position-Sizing in der Praxis: Das 1000FTAD-Framework

Die institutionelle Standard-Methode

Was JP Morgan und Top-Institutionen nutzen:

Basis: ATR-basiertes Fixed-Fractional mit Correlation-Overlay

Das Framework:

Schritt 1: Basis-Risk-Berechnung

Base-Risk = 1,5% (konservativ für institutionelle Mandates)

Schritt 2: ATR-Adjustment

ATR-Multiple = 2× (Stop bei 2× ATR)

Stop-Distance = ATR(14) × 2

Schritt 3: Position-Size-Berechnung

Position = (Kapital × Base-Risk) / (Stop-Distance × Pip-Value)

Schritt 4: Volatility-Percentile-Check

If ATR > 80. Perzentil: Reduziere Position um 25%

If ATR > 95. Perzentil: Reduziere Position um 50%

Schritt 5: Correlation-Check

If bereits Long USD-Position existiert:

  Calculate Correlation-Adjusted-Risk

  If Effective-Risk > 3%: Reduziere neue Position

Schritt 6: Hard-Caps

Maximum-Position pro Trade: 3% des Kapitals

Maximum-Total-Exposure: 10% des Kapitals

Real-World-Beispiel: EUR/USD-Trade

Setup:

  • Konto: 1.000.000 EUR
  • Base-Risk: 1,5%
  • EUR/USD bei 1,1800
  • ATR(14): 85 Pips
  • Stop: 2× ATR = 170 Pips (Entry – 170 Pips = 1,1630)

Berechnung:

Schritt 1: Basis-Risk = 15.000 EUR (1,5% von 1 Mio.)

Schritt 2: Stop-Distance = 170 Pips

Schritt 3: Position = 15.000 / (170 × 10) = 15.000 / 1.700 = 8,82 Lots

Schritt 4: Check Volatility-Percentile

  • Current ATR 85 Pips ist im 65. Perzentil (median)
  • Keine Adjustment nötig

Schritt 5: Check Correlations

  • Keine anderen USD-Positions offen
  • Keine Adjustment nötig

Schritt 6: Hard-Cap-Check

  • 8,82 Lots bei 1,1800 = 1.040.400 EUR Exposure
  • Das ist 104% des Kapitals → Über Cap (100% Maximum)
  • Reduziere auf Maximum: 100% = 8,47 Lots

Finale Position-Size: 8,47 Lots

Risiko-Check:

Wenn Stop bei 1,1630 getroffen wird:

  • Loss = 170 Pips × 8,47 Lots × 10 EUR = 14.399 EUR
  • Das ist 1,44% des Kapitals ✓ (unter 1,5% Target)

Für Software für den institutionellen Forex-Handel:

Dieser gesamte Prozess muss automatisiert sein. Bei manueller Berechnung: 5-10 Minuten pro Trade. Bei Software: 0,3 Sekunden.

Die psychologischen Fallstricke des Position-Sizings

Falle 1 – „Martingale-Thinking“ nach Verlusten

Was Trader tun:

Nach 3 Verlusten in Folge: „Der nächste Trade MUSS gewinnen“ → Position-Size auf 5% erhöhen.

Die Mathematik:

Jeder Trade ist unabhängig. Wahrscheinlichkeit des nächsten Gewinns: Unverändert.

Das Resultat:

Wenn der 4. Trade auch verliert (wahrscheinlich bei 55% Win-Rate-System): Katastrophaler Verlust.

Die Regel:

Position-Size basiert auf Kapital und Volatilität. Niemals auf „Gefühl“ oder vergangene Trades.

Falle 2 – Overconfidence nach Gewinnen

Was Trader tun:

Nach 5 Gewinnen: „Ich bin hot!“ → Position-Size auf 4%.

Die Realität:

5 Gewinne bei 60% Win-Rate-System passieren in 7,8% aller Fälle. Das ist Normalverteilung, keine „heißstreak“.

Das Risiko:

Erhöhte Position-Size genau wenn Mean-Reversion wahrscheinlich ist (nach Winning-Streak kommt statistisch Losing-Streak).

Die Lösung für Forex-Risiko-Management-Software:

Position-Sizes werden algorithmisch berechnet. Keine manuellen Overrides erlaubt. Emotionen werden eliminiert.

Die fünf Kern-Prinzipien des Position-Sizings

  1. Position-Sizing schlägt Entry-Timing

Ein durchschnittliches System mit exzellentem Risk-Management übertrifft ein exzellentes System mit schlechtem Risk-Management – über langfristige Zeiträume.

  1. Wählen Sie Ihre Methode basierend auf Kontext
  • Fixed-Fractional (1-2%): Basis für alle Trader
  • Kelly-Criterion (Quarter-Kelly): Für mathematisch orientierte Trader mit stabilen Win-Rates
  • ATR-basiert: Standard für institutionelle Trader
  • Volatility-Percentile: Für adaptive Systeme in volatilen Märkten
  • Correlation-Adjusted: Pflicht für Multi-Pair-Portfolios
  1. Niemals mehr als 2,5% pro Trade

Unabhängig von Methode: 2,5% ist die mathematische Grenze. Darüber: Ruin-Wahrscheinlichkeit steigt exponentiell.

  1. Automatisierung ist nicht optional

Manuelle Position-Size-Berechnung führt zu Fehlern, Inkonsistenz und emotionalen Overrides. Vollautomatischer Forex-Handel mit programmierten Risk-Parametern ist der Standard.

  1. Correlation-Awareness ist kritisch

Bei Multi-Pair-Trading: Korrelationen machen Ihr Risiko 2-3x höher als Sie denken. Ignorieren davon = Ruin bei Dollar-Stress-Events.

Die Wahrheit: Position-Sizing ist nicht sexy. Es sind keine spektakulären Gewinne. Aber es ist der Unterschied zwischen 10 Jahren profitablem Trading und Bankrott nach 18 Monaten.

Professionelles Kapitalmanagement im Devisenhandel – mit der 1000FTAD-Software

Unsere automatisierten Devisenhandelsstrategien durchlaufen ein rigoroses 6-Monats-Validierungs-Framework – entwickelt mit 17 Jahren institutioneller Trading-Erfahrung.

Was unser System bietet:

✓ Devisenhandel für Family Offices: Vollautomatisch, regelbasiert, diszipliniert
✓ StrategischerHandel für Devisenpaare ohne emotionale Entscheidungen
✓ Forex-Portfolio-Management mit institutionellen Risiko-Parametern
✓ Software für Devisenhandel mit Risikomanagement und Compliance-Reporting
✓ Trading-Erfahrung im Kombination mit ehemaligen JP Morgan Trading-Desk-Experten
✓ Kontinuierliche Optimierung basierend auf Marktregime-Änderungen

1000FTAD steht für kontrollierten, technologiegetriebenen Devisenhandel – mit Fokus auf Substanz, Disziplin und langfristige Vermögensstabilität.

Erfahren Sie mehr in einem persönlichen Gespräch:

📧 info@1000ftad.com
📞 +41 71 588 03 40

Exklusiv für Family Offices, Vermögensverwalter und institutionelle Investoren mit Mindest-Assets 10 Mio. EUR

FAQ: Häufig gestellte Fragen

F: Ist 2% Risiko pro Trade nicht zu konservativ? Kann ich mit 5% nicht schneller wachsen?

A: Mathematisch: Ja, 5% liefert höhere Returns bei gleicher Win-Rate. Aber: (1) Drawdowns werden 2,5x größer (bei 7 Verlusten in Folge: -35% statt -14%), (2) Psychologische Belastung führt zu System-Abandonment, (3) Ruin-Wahrscheinlichkeit steigt exponentiell. Studies zeigen: Trader mit >3% Risk haben 68% höhere Ausfallrate über 3 Jahre. Institutionelle Limits: 2% Maximum.

F: Welche Position-Sizing-Methode ist die „beste“?

A: Abhängig von Kontext. Für Einsteiger: Fixed-Fractional (1,5%). Für erfahrene Trader: ATR-basiert. Für Quants: Kelly-Criterion (Quarter-Kelly). Für Multi-Pair: Correlation-Adjusted zwingend. Premium-Forex-Software sollte alle Methoden unterstützen und vergleichen können.

F: Muss ich Position-Size bei jedem Trade neu berechnen?

A: Ja – aber das macht Software automatisch. Ihr Kapital ändert sich nach jedem Trade, ATR ändert sich täglich, Korrelationen shiften. Manuelle Berechnung: 5-10 Min/Trade = unpraktikabel. Algorithmic: 0,3 Sekunden. Maßgeschneiderte Forex-Handelslösungen automatisieren das komplett.

F: Was mache ich, wenn Kelly-Criterion 15% empfiehlt (selbst Quarter-Kelly = 3,75%)?

A: Das bedeutet Ihr System hat extrem hohe Edge (Win-Rate >65% UND Win/Loss-Ratio >2). Trotzdem: Cappe bei 2,5%. Warum? (1) Kelly assumes perfekte Win-Rate-Kenntnis (unmöglich), (2) 15% führt zu 50%+ Drawdowns, (3) Deine Edge kann sich ändern. Nutze Kelly zur Bestätigung („System hat Edge“), aber folge institutionellen Caps.

F: Wie gehe ich mit Pairs um, die unterschiedlich volatil sind (EUR/USD vs. GBP/JPY)?

A: Genau dafür existiert ATR-based Sizing. Bei Fixed-Fractional mit fixen Pip-Stops: GBP/JPY wird massiv under-sized (zu kleine Position) oder EUR/USD over-sized (zu große Position). ATR-Methode normalisiert: Beide Pairs bekommen Position-Sizes, die zu ihrer natürlichen Volatilität passen. Forex-Analyse-Software für Führungskräfte sollte Pair-spezifische ATR-Werte automatisch integrieren.

F: Kann ich Position-Sizing „backtesten“?

A: Absolut – und Sie sollten. Test Ihre Strategie mit verschiedenen Sizing-Methoden. Oft: Strategie mit 1% Fixed-Fractional hat Sharpe 1,8, dieselbe Strategie mit 3% Fixed hat Sharpe 0,9 (schlechter trotz höherer absoluter Returns). Backtesting zeigt: Welche Sizing-Methode optimiert Risk-Adjusted-Return? FX-Software für Profis sollte Sizing-Optimization als Feature haben.

Copyright © 2025 1000FTAD AG – All rights reserved

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich um eine Markteinschätzung für professionelle Investoren.

Jetzt mehr erfahren: www.1000ftad.ch 📩 Kontakt: https://1000ftad.ch/kontakt/

Risikohinweise: Produkte der 1000FTAD sind nur für professionelle Investoren und qualifizierte Anleger geeignet. Weitere Informationen: https://1000ftad.ch/rechtlicher-hinweis/