Der 67%-Win-Rate-Trader, der trotzdem bankrott ging
Ein Family Office in Zürich stellte 2018 einen erfahrenen Forex-Trader ein. Seine Credentials waren beeindruckend:
- 15 Jahre Trading-Erfahrung
- Win-Rate: 67% (dokumentiert über 500 Trades)
- Durchschnittlicher Gewinn pro Trade: 45 Pips
- Durchschnittlicher Verlust pro Trade: 38 Pips
Das Management war begeistert. Sie gaben ihm 10 Millionen EUR Startkapital.
Nach 14 Monaten: Verlust von 8,2 Millionen EUR.
Was war passiert? Der Trader hatte brillante Entries. Seine Analyse war präzise. Seine Win-Rate blieb konstant bei 65-68%.
Aber sein Position-Sizing war katastrophal.
Bei Trades, die er als „sehr sicher“ einstufte (subjektive Einschätzung), erhöhte er die Position-Size auf 8-12% des Kapitals. Bei „normalen“ Trades nur 1-2%.
Das Problem:
Seine „sehr sicheren“ Trades hatten tatsächlich nur 58% Win-Rate (niedriger als seine „normalen“ Trades mit 72%). Aber die größeren Positionen bei den „sicheren“ Trades führten zu überproportionalen Verlusten.
Die Mathematik des Ruins:
- 3 große Verluste à 10% = -30% Kapital
- Um von -30% zurückzukommen, brauchen Sie +43% Return
- Bei 2% monatlicher Performance: 18 Monate Recovery-Zeit
- In dieser Zeit: 2 weitere große Drawdowns → Death Spiral
Das ist kein Einzelfall. Studien zeigen: 70% aller Trading-Verluste entstehen durch falsches Position-Sizing, nicht durch schlechte Entries.
In diesem Artikel lernen Sie die fünf professionellen Position-Sizing-Methoden, warum Position-Sizing wichtiger ist als Entry-Timing, und wie automatisierte Forex-Strategien für CEOs systematisches Kapitalmanagement im Devisenhandel implementieren.
Warum Position-Sizing wichtiger ist als Entry-Timing
Die kontraintuitive Wahrheit über Trading-Erfolg
Was Amateur-Trader denken macht den Unterschied:
- Bessere Indikatoren
- Präzisere Entry-Signale
- Schnellere Reaktion auf News
- Komplexere Algorithmen
Was tatsächlich den Unterschied macht:
- Wie viel Kapital riskieren Sie pro Trade?
- Passen Sie Position-Size an Markt-Volatilität an?
- Haben Sie ein mathematisches Framework statt „Bauchgefühl“?
Der mathematische Beweis: Zwei Trader im Vergleich
Trader A: Perfektes Timing, schlechtes Sizing
Metrik | Wert |
Win-Rate | 75% (exzellent!) |
Avg. Win | 50 Pips |
Avg. Loss | 40 Pips |
Position-Sizing | Fixed 5% pro Trade |
Performance über 100 Trades:
- 75 Gewinne × 50 Pips × 5% = +187,5%
- 25 Verluste × 40 Pips × 5% = -50%
- Netto-Return: +137,5%
Klingt gut? Schauen wir auf Max-Drawdown:
Bei 5% pro Trade und 25 Verlusten (die in Clustern kommen):
- Worst-Case: 7 Verluste in Folge = -35% Drawdown
- Nach -35%: Brauchen Sie +54% für Recovery
- Psychological Pain → System-Abandonment
Trader B: Durchschnittliches Timing, professionelles Sizing
Metrik | Wert |
Win-Rate | 55% (durchschnittlich) |
Avg. Win | 50 Pips |
Avg. Loss | 40 Pips |
Position-Sizing | ATR-adjusted, 1-2% Risk |
Performance über 100 Trades:
- 55 Gewinne × 50 Pips × 1,8% (avg) = +49,5%
- 45 Verluste × 40 Pips × 1,8% = -32,4%
- Netto-Return: +17,1%
Niedriger Return als Trader A? Ja. Aber:
- Max-Drawdown: 12% (statt 35%)
- Recovery-Time: 8 Trades (statt 30+ Trades)
- Psychological Survivability: Hoch
- Compound-Effect über Jahre: Überlegen
Nach 3 Jahren:
- Trader A: 2 große Drawdowns → System-Hopping → inkonsistente Returns → Netto +12% p.a.
- Trader B: Konsistente 17% → Compounding → Netto +17% p.a.
Resultat: Trader B endet mit 60% mehr Kapital – trotz schlechterer Win-Rate.
Für Forex-Software für Vermögensverwalter bedeutet das:
Position-Sizing-Algorithmen sind wichtiger als Entry-Signal-Optimierung. Top-Systeme investieren 70% der Entwicklungszeit in Risk-Management, nur 30% in Signal-Generierung.
Die fünf professionellen Position-Sizing-Methoden
Methode 1 – Fixed-Fractional: Die Basis aller Systeme
Was es ist:
Sie riskieren einen festen Prozentsatz Ihres Kapitals pro Trade.
Formel:
Position-Size = (Konto-Kapital × Risk%) / (Entry – Stop-Loss in Pips × Pip-Value)
Beispiel:
- Konto: 100.000 EUR
- Risk-Tolerance: 2%
- Trade: Long EUR/USD bei 1,1800, Stop bei 1,1750 (50 Pips)
- Pip-Value bei 1 Lot: 10 EUR
Berechnung:
Position-Size = (100.000 × 0,02) / (50 × 10) = 2.000 / 500 = 4 Lots
Kritisch: Bei jedem Trade verlieren Sie maximal 2.000 EUR (2%), egal welches Paar, welche Volatilität.
Vorteile:
✓ Einfach zu implementieren ✓ Schützt vor Ruin (Kelly-Criterion-kompatibel bei <2,5%) ✓ Adaptiv: Wächst mit Konto, schrumpft nach Verlusten
Nachteile:
✗ Ignoriert Markt-Volatilität (50 Pips in Low-Vol vs. High-Vol sind unterschiedlich riskant) ✗ Keine Anpassung an Trade-Quality ✗ Kann zu aggressiv sein bei volatilen Paaren
Best-Practice für Devisenhandel für Family Offices:
- Konservativ: 1% Risk
- Moderat: 1,5% Risk
- Aggressiv: 2% Risk (institutionelles Maximum)
Niemals >2,5% – ab diesem Level steigt Ruin-Wahrscheinlichkeit exponentiell.
Methode 2 – Kelly-Criterion: Die mathematisch optimale Methode
Was es ist:
Eine Formel, die die mathematisch optimale Position-Size basierend auf Win-Rate und Win/Loss-Ratio berechnet.
Formel:
Kelly % = W – [(1 – W) / R]
W = Win-Rate (als Dezimal, z.B. 0,60)
R = Win/Loss-Ratio (Avg-Win / Avg-Loss)
Beispiel:
Ihre Strategie hat:
- Win-Rate: 60% (W = 0,60)
- Avg-Win: 50 Pips
- Avg-Loss: 40 Pips
- Win/Loss-Ratio: 50/40 = 1,25 (R = 1,25)
Berechnung:
Kelly % = 0,60 – [(1 – 0,60) / 1,25]
Kelly % = 0,60 – [0,40 / 1,25]
Kelly % = 0,60 – 0,32
Kelly % = 0,28 = 28%
28% pro Trade?! Das ist Wahnsinn.
Richtig. Deshalb nutzt niemand „Full Kelly“.
Half-Kelly (Standard bei institutionellen Tradern):
28% / 2 = 14% pro Trade
Quarter-Kelly (konservativ):
28% / 4 = 7% pro Trade
Vorteile:
✓ Mathematisch optimal für langfristiges Kapitalwachstum ✓ Balanciert Risk vs. Reward basierend auf tatsächlicher Edge ✓ Verhindert Over-Betting (wenn Edge gering, empfiehlt Kelly kleine Sizes)
Nachteile:
✗ Extrem sensitiv auf Input-Parameter (kleine Fehler in Win-Rate-Schätzung → massive Fehlpositionierung) ✗Full-Kelly führt zu 50%+ Drawdowns (psychologisch untragbar) ✗ Setzt stabile Win-Rate voraus (aber Märkte ändern sich)
Real-World-Anwendung für Forex-Algorithmus für Vermögensverwalter:
Schritt 1: Berechne Kelly basierend auf letzten 100 Trades Schritt 2: Nutze Quarter-Kelly (1/4 des Ergebnisses) Schritt 3: Cappe bei Maximum 2,5%
Beispiel:
- Kelly sagt: 20%
- Quarter-Kelly: 5%
- Aber: Cap bei 2,5% → Sie nutzen 2,5%
Safety-First.
Methode 3 – ATR-basiert: Volatilitäts-Adjustierung
Problem mit Fixed-Fractional:
50 Pips Stop bei EUR/USD in Low-Vol (ATR 60 Pips) ist anders als 50 Pips bei High-Vol (ATR 120 Pips).
Lösung: ATR-basiertes Sizing
Formel:
Position-Size = (Konto × Risk%) / (ATR-Multiple × ATR × Pip-Value)
Beispiel:
- Konto: 100.000 EUR
- Risk: 2%
- EUR/USD: ATR(14) = 80 Pips
- ATR-Multiple: 2× (Stop-Loss bei 2× ATR = 160 Pips)
- Pip-Value: 10 EUR
Berechnung:
Position-Size = (100.000 × 0,02) / (2 × 80 × 10)
Position-Size = 2.000 / 1.600
Position-Size = 1,25 Lots
Vergleich zu Fixed-Fractional mit 50-Pip-Stop:
Fixed-Fractional würde 4 Lots nutzen (siehe oben). ATR-basiert nur 1,25 Lots.
Warum?
Weil ATR-Methode versteht: Bei 80-Pip-ATR ist 160-Pip-Stop „normal“. Bei Fixed mit 50-Pip-Stop riskieren Sie, dass normale Volatilität Sie ausstoppt.
Vorteile:
✓ Passt automatisch an Markt-Volatilität an ✓ Größere Positionen bei Low-Vol, kleinere bei High-Vol ✓ Vermeidet „gestoppt werden durch Noise“
Nachteile:
✗ Komplexer zu berechnen ✗ ATR-Period muss gewählt werden (14? 20? 50?) ✗ Bei extremer Volatilität werden Positions sehr klein (missed opportunities)
Best-Practice für Premium-Forex-Software:
Hybrid-Approach:
- Berechne ATR-based Size
- Berechne Fixed-Fractional Size
- Nutze das KLEINERE der beiden
Beispiel:
- ATR-based: 1,25 Lots
- Fixed-Fractional (2%, 50-Pip-Stop): 4 Lots
- Wähle: 1,25 Lots (konservativer)
Methode 4 – Volatility-Percentile-Adjusted
Das Problem mit ATR-basiert:
ATR passt nur an absolute Volatilität an, nicht an relative Volatilität.
Beispiel:
- EUR/USD: Aktuelle ATR 80 Pips, historisches Median 70 Pips → 14% über Median
- GBP/USD: Aktuelle ATR 120 Pips, historisches Median 95 Pips → 26% über Median
GBP/USD ist relativ volatiler (26% vs. 14% über normal), aber ATR-Methode sieht nur absolute Zahlen.
Lösung: Volatility-Percentile-Adjustment
Formel:
Adjusted-Risk% = Base-Risk% × (1 – Volatility-Percentile-Factor)
Volatility-Percentile-Factor = (Current-ATR-Percentile – 50) / 100
Beispiel:
- Base-Risk: 2%
- Current ATR ist im 75. Perzentil (höher als 75% der historischen Werte)
- Factor = (75 – 50) / 100 = 0,25
Adjusted-Risk% = 2% × (1 – 0,25) = 1,5%
Wenn ATR im 90. Perzentil (extrem hoch):
- Factor = (90 – 50) / 100 = 0,40
- Adjusted-Risk = 2% × (1 – 0,40) = 1,2%
Wenn ATR im 30. Perzentil (niedrig):
- Factor = (30 – 50) / 100 = -0,20
- Adjusted-Risk = 2% × (1 + 0,20) = 2,4%
Vorteile:
✓ Berücksichtigt relative Volatilität, nicht nur absolute ✓ Automatische Reduktion bei Volatilitäts-Spikes ✓ Automatische Erhöhung bei Volatilitäts-Compression
Nachteile:
✗ Benötigt lange historische Volatilitäts-Daten ✗ Komplexe Berechnung ✗ Kann zu konservativ sein (verpassen Opportunities bei High-Vol)
Für automatisierte Devisenhandelsstrategien:
Diese Methode ist ideal für systematische Trader. Erfordert aber robuste Datenbank mit historischen ATR-Werten über 5-10 Jahre.
Methode 5 – Correlation-Adjusted Position-Sizing
Das übersehene Risiko: Korrelierte Positionen
Szenario:
Sie sind:
- Long EUR/USD (Position: 3 Lots)
- Long GBP/USD (Position: 3 Lots)
Ihr Risiko pro Trade: 2% → Total 4%? Nein.
EUR/USD und GBP/USD korrelieren bei +0,85. Wenn Dollar stark wird, verlieren BEIDE Positionen gleichzeitig.
Effektives Risiko: ~7% (nicht 4%)
Lösung: Correlation-Adjusted Sizing
Formel (vereinfacht):
Effective-Risk = √(Risk1² + Risk2² + 2 × Risk1 × Risk2 × Correlation)
Beispiel:
- Risk1 (EUR/USD): 2%
- Risk2 (GBP/USD): 2%
- Correlation: 0,85
Effective-Risk = √(0,02² + 0,02² + 2 × 0,02 × 0,02 × 0,85)
Effective-Risk = √(0,0004 + 0,0004 + 0,00068)
Effective-Risk = √0,00148 = 0,0385 = 3,85%
Fast doppelt so viel wie die 2% die Sie dachten!
Anpassung:
Wenn Sie max. 3% Gesamt-Risk wollen:
- Reduziere beide Positionen um Faktor 3% / 3,85% = 0,78
- Neue Position-Sizes: 3 Lots × 0,78 = 2,34 Lots jeweils
Vorteile:
✓ Verhindert „verstecktes“ Risiko durch Korrelationen ✓ Kritisch für Multi-Pair-Portfolios ✓ Schützt bei Dollar-Stärke/Schwäche-Events (alle USD-Pairs bewegen sich gleichzeitig)
Nachteile:
✗ Sehr komplex zu berechnen (bei 5 Pairs: 10 Korrelations-Pairs) ✗ Korrelationen ändern sich (2018: EUR/GBP +0,85, 2020: +0,72) ✗ Reduziert Positions-Sizes deutlich (weniger Profit-Potential)
Für Forex-Portfolio-Management:
Unverzichtbar ab 3+ simultanen Positionen. High-End-Trading-Software sollte Korrelations-Matrix automatisch updaten und Position-Sizes adjustieren.
Position-Sizing in der Praxis: Das 1000FTAD-Framework
Die institutionelle Standard-Methode
Was JP Morgan und Top-Institutionen nutzen:
Basis: ATR-basiertes Fixed-Fractional mit Correlation-Overlay
Das Framework:
Schritt 1: Basis-Risk-Berechnung
Base-Risk = 1,5% (konservativ für institutionelle Mandates)
Schritt 2: ATR-Adjustment
ATR-Multiple = 2× (Stop bei 2× ATR)
Stop-Distance = ATR(14) × 2
Schritt 3: Position-Size-Berechnung
Position = (Kapital × Base-Risk) / (Stop-Distance × Pip-Value)
Schritt 4: Volatility-Percentile-Check
If ATR > 80. Perzentil: Reduziere Position um 25%
If ATR > 95. Perzentil: Reduziere Position um 50%
Schritt 5: Correlation-Check
If bereits Long USD-Position existiert:
Calculate Correlation-Adjusted-Risk
If Effective-Risk > 3%: Reduziere neue Position
Schritt 6: Hard-Caps
Maximum-Position pro Trade: 3% des Kapitals
Maximum-Total-Exposure: 10% des Kapitals
Real-World-Beispiel: EUR/USD-Trade
Setup:
- Konto: 1.000.000 EUR
- Base-Risk: 1,5%
- EUR/USD bei 1,1800
- ATR(14): 85 Pips
- Stop: 2× ATR = 170 Pips (Entry – 170 Pips = 1,1630)
Berechnung:
Schritt 1: Basis-Risk = 15.000 EUR (1,5% von 1 Mio.)
Schritt 2: Stop-Distance = 170 Pips
Schritt 3: Position = 15.000 / (170 × 10) = 15.000 / 1.700 = 8,82 Lots
Schritt 4: Check Volatility-Percentile
- Current ATR 85 Pips ist im 65. Perzentil (median)
- Keine Adjustment nötig
Schritt 5: Check Correlations
- Keine anderen USD-Positions offen
- Keine Adjustment nötig
Schritt 6: Hard-Cap-Check
- 8,82 Lots bei 1,1800 = 1.040.400 EUR Exposure
- Das ist 104% des Kapitals → Über Cap (100% Maximum)
- Reduziere auf Maximum: 100% = 8,47 Lots
Finale Position-Size: 8,47 Lots
Risiko-Check:
Wenn Stop bei 1,1630 getroffen wird:
- Loss = 170 Pips × 8,47 Lots × 10 EUR = 14.399 EUR
- Das ist 1,44% des Kapitals ✓ (unter 1,5% Target)
Für Software für den institutionellen Forex-Handel:
Dieser gesamte Prozess muss automatisiert sein. Bei manueller Berechnung: 5-10 Minuten pro Trade. Bei Software: 0,3 Sekunden.
Die psychologischen Fallstricke des Position-Sizings
Falle 1 – „Martingale-Thinking“ nach Verlusten
Was Trader tun:
Nach 3 Verlusten in Folge: „Der nächste Trade MUSS gewinnen“ → Position-Size auf 5% erhöhen.
Die Mathematik:
Jeder Trade ist unabhängig. Wahrscheinlichkeit des nächsten Gewinns: Unverändert.
Das Resultat:
Wenn der 4. Trade auch verliert (wahrscheinlich bei 55% Win-Rate-System): Katastrophaler Verlust.
Die Regel:
Position-Size basiert auf Kapital und Volatilität. Niemals auf „Gefühl“ oder vergangene Trades.
Falle 2 – Overconfidence nach Gewinnen
Was Trader tun:
Nach 5 Gewinnen: „Ich bin hot!“ → Position-Size auf 4%.
Die Realität:
5 Gewinne bei 60% Win-Rate-System passieren in 7,8% aller Fälle. Das ist Normalverteilung, keine „heißstreak“.
Das Risiko:
Erhöhte Position-Size genau wenn Mean-Reversion wahrscheinlich ist (nach Winning-Streak kommt statistisch Losing-Streak).
Die Lösung für Forex-Risiko-Management-Software:
Position-Sizes werden algorithmisch berechnet. Keine manuellen Overrides erlaubt. Emotionen werden eliminiert.
Die fünf Kern-Prinzipien des Position-Sizings
- Position-Sizing schlägt Entry-Timing
Ein durchschnittliches System mit exzellentem Risk-Management übertrifft ein exzellentes System mit schlechtem Risk-Management – über langfristige Zeiträume.
- Wählen Sie Ihre Methode basierend auf Kontext
- Fixed-Fractional (1-2%): Basis für alle Trader
- Kelly-Criterion (Quarter-Kelly): Für mathematisch orientierte Trader mit stabilen Win-Rates
- ATR-basiert: Standard für institutionelle Trader
- Volatility-Percentile: Für adaptive Systeme in volatilen Märkten
- Correlation-Adjusted: Pflicht für Multi-Pair-Portfolios
- Niemals mehr als 2,5% pro Trade
Unabhängig von Methode: 2,5% ist die mathematische Grenze. Darüber: Ruin-Wahrscheinlichkeit steigt exponentiell.
- Automatisierung ist nicht optional
Manuelle Position-Size-Berechnung führt zu Fehlern, Inkonsistenz und emotionalen Overrides. Vollautomatischer Forex-Handel mit programmierten Risk-Parametern ist der Standard.
- Correlation-Awareness ist kritisch
Bei Multi-Pair-Trading: Korrelationen machen Ihr Risiko 2-3x höher als Sie denken. Ignorieren davon = Ruin bei Dollar-Stress-Events.
Die Wahrheit: Position-Sizing ist nicht sexy. Es sind keine spektakulären Gewinne. Aber es ist der Unterschied zwischen 10 Jahren profitablem Trading und Bankrott nach 18 Monaten.
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✓ StrategischerHandel für Devisenpaare ohne emotionale Entscheidungen
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FAQ: Häufig gestellte Fragen
F: Ist 2% Risiko pro Trade nicht zu konservativ? Kann ich mit 5% nicht schneller wachsen?
A: Mathematisch: Ja, 5% liefert höhere Returns bei gleicher Win-Rate. Aber: (1) Drawdowns werden 2,5x größer (bei 7 Verlusten in Folge: -35% statt -14%), (2) Psychologische Belastung führt zu System-Abandonment, (3) Ruin-Wahrscheinlichkeit steigt exponentiell. Studies zeigen: Trader mit >3% Risk haben 68% höhere Ausfallrate über 3 Jahre. Institutionelle Limits: 2% Maximum.
F: Welche Position-Sizing-Methode ist die „beste“?
A: Abhängig von Kontext. Für Einsteiger: Fixed-Fractional (1,5%). Für erfahrene Trader: ATR-basiert. Für Quants: Kelly-Criterion (Quarter-Kelly). Für Multi-Pair: Correlation-Adjusted zwingend. Premium-Forex-Software sollte alle Methoden unterstützen und vergleichen können.
F: Muss ich Position-Size bei jedem Trade neu berechnen?
A: Ja – aber das macht Software automatisch. Ihr Kapital ändert sich nach jedem Trade, ATR ändert sich täglich, Korrelationen shiften. Manuelle Berechnung: 5-10 Min/Trade = unpraktikabel. Algorithmic: 0,3 Sekunden. Maßgeschneiderte Forex-Handelslösungen automatisieren das komplett.
F: Was mache ich, wenn Kelly-Criterion 15% empfiehlt (selbst Quarter-Kelly = 3,75%)?
A: Das bedeutet Ihr System hat extrem hohe Edge (Win-Rate >65% UND Win/Loss-Ratio >2). Trotzdem: Cappe bei 2,5%. Warum? (1) Kelly assumes perfekte Win-Rate-Kenntnis (unmöglich), (2) 15% führt zu 50%+ Drawdowns, (3) Deine Edge kann sich ändern. Nutze Kelly zur Bestätigung („System hat Edge“), aber folge institutionellen Caps.
F: Wie gehe ich mit Pairs um, die unterschiedlich volatil sind (EUR/USD vs. GBP/JPY)?
A: Genau dafür existiert ATR-based Sizing. Bei Fixed-Fractional mit fixen Pip-Stops: GBP/JPY wird massiv under-sized (zu kleine Position) oder EUR/USD over-sized (zu große Position). ATR-Methode normalisiert: Beide Pairs bekommen Position-Sizes, die zu ihrer natürlichen Volatilität passen. Forex-Analyse-Software für Führungskräfte sollte Pair-spezifische ATR-Werte automatisch integrieren.
F: Kann ich Position-Sizing „backtesten“?
A: Absolut – und Sie sollten. Test Ihre Strategie mit verschiedenen Sizing-Methoden. Oft: Strategie mit 1% Fixed-Fractional hat Sharpe 1,8, dieselbe Strategie mit 3% Fixed hat Sharpe 0,9 (schlechter trotz höherer absoluter Returns). Backtesting zeigt: Welche Sizing-Methode optimiert Risk-Adjusted-Return? FX-Software für Profis sollte Sizing-Optimization als Feature haben.
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